Joseph Smith

Vorlesung über Glauben

mit einem Vorwort der Übersetzerin

Angelika Glumann,

Umschlaggestaltung

Stephanie Offermann,

2. Auflage,

LDS-Service, Friedrichsdorf 2005,

Taschenbuch, 98 Seiten, 6,00 €

 

Wegen Schließung des Shops von Latter-day Saints Books&News ist der Titel z. Zt. nicht lieferbar. Wir konnten bisher mit Br. Erwin Roth noch keine neue Verfahrensweise klären. Wenn Sie Interesse haben, bitte uns unter info@omega-media.net informieren. Früher oder später finden wir eine Lösung, notfalls eine dritte Auflage. Wir halten den Text als längsten von Joseph Smith autorisierten Text für durchaus bemerkenswert. 

 

Zu diesem Buch

Bei der Vorlesung über Glauben handelt es sich um die überarbeiteten Protokolle von 7 Veranstaltungen, die von 1834 bis 1835 in der Schule der Propheten zu Kirtland, Ohio, durchgeführt wurden. Es ist der längste von Joseph Smith sehr wahrscheinlich verfasste, in jedem Fall aber autorisierte Text zu einem bestimmten Evangeliumsthema. Von 1835 bis 1921 haben die Vorlesungen über Glauben die ersten ca. 70 Seiten von Lehre und Bündnisse gefüllt.

Joseph Smith schreibt dazu: „Im Januar widmete ich meine Zeit der Schule der Ältesten und stellte die Bearbeitung der Theologie-Vorlesung für die Publikation im Buch Lehre und Bündnisse zusammen, die das Komitee im September beschlossen hatte.“ (Joseph Smith in: History of the Church Bd.2, S. 180, eigene Übersetzung) Damit hat Joseph Smith die volle Verantwortung für dieses Werk übernommen.

 

Präsident Joseph Fielding Smith hat dazu geäußert:“Ich betrachte die Vorlesungen als außerordentlich wichtig für das Verständnis von dem Evangelium von Jesus Christus.“Bei Bruce. R. McConkie lesen wir: Diese Vorlesungen wurden nicht selbst als Offenbarungen eingestuft, aber in ihnen findet sich einiges von dem besten Unterrichtsmaterial, das jemals vorbereitet wurde über die Gottheit, über den Charakter, die Vollkommenheiten und die Eigenschaften Gottes, über Glauben, Wunder und Opfer. Sie können mit großem Gewinn von allen Studenten des Evangeliums genutzt werden.“ (Bruce R. McConkie: Mormon Doctrine, Second Edition, Bookcraft, Salt Lake City, Utah 1976, S. 439)

 

Angelika Glumann hat dieses Buch bereits Anfang der 80er Jahre übersetzt und ein Vorwort zur Entstehung und Übersetzungsproblematik beigefügt. Die 1. Auflage von 500 Ex. erschien 1982 bei OMEGA MEDIEN, T & A Glumann Verlag & Versand in Saarbrücken. Das grafische Cover erstellte dazu Heinrich Lersch. 2005 erschien die 2. Auflage von ca. 1400 Ex. bei LDS-Service in Friedrichsdorf mit dem obigen Cover von Stephanie Offermann.

 

_____________________________________________________________

 

Inhalt des Buches

Joseph Smith nennt 3 Themen, die in den 7 Vorlesungen behandelt werden

(Vgl. S. 9)

 

Erstens: Der Glaube selbst – was ist er?

 

Zweitens: Worauf beruht der Glaube?

 

Drittens: Was bewirkt der Glaube?

 

____________________________________________________________

Leseproben

aus

Joseph Smith: Vorlesung über Glauben

 

…“Wenn die Menschen sich gründlich selbst betrachteten und ihre Gedanken und Überlegungen auf die Vorgänge in ihrem Gemüt richteten, so würden sie leicht entdecken, dass Glaube, und nur Glaube, der Beweggrund für alle Aktivität in ihnen ist; ohne ihn würden sowohl Geist wie Körper in einem Zustand der Untätigkeit verharren und alle ihre Anstrengungen, sowohl physischer wie geistiger Art würden aufhören.“ (S. 10)…

 

…“Nachdem Adam auf diese Weise Gott kennen gelernt hatte, vermittelte er die Kenntnis, die er besaß, seinen Nachkommen; und es geschah dadurch, dass der erste Gedanke von der Existenz Gottes an sie herangetragen wurde. Dieser erste Gedanke wiederum legte die Grundlage für die Ausübung ihres Glaubens, wodurch sie eine Kenntnis über Sein Wesen und auch Seine Herrlichkeit erlangen konnten“. (S. 23)…

 

…“Daher wurde auch mit Recht gesagt: „ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ Wenn jemand uns fragen wollte: „Warum ist es unmöglich, Gott ohne Glauben zu gefallen? so wäre die Antwort: „Weil es für den Menschen unmöglich ist, ohne Glauben gerettet zu werden“; und da Gott die Errettung des Menschen wünscht, muss Er natürlich auch wünschen, dass der Mensch Glauben entwickelt. Er kann nicht zufrieden sein, solange dies nicht der Fall ist, denn dann wäre er ja mit dem Untergang des Menschen zufrieden“. (S. 85)…

 

 

…„Wo ist das Muster? Oder wo gibt es ein seliges Wesen? Wir sind sicher, dass es zu unserer Antwort keine abweichende Meinung unter denen geben kann, die an die Bibel glauben: es ist Christus. Alle werden darin übereinstimmen, dass Er das Muster oder der Maßstab für Seligkeit ist oder, mit anderen Worten, dass Er ein seliges Wesen ist. Und wenn wir unsere Untersuchung fortführen und fragen, wodurch Er ein seliges Wesen ist, wäre die Antwort: weil Er ein gerechtes und heiliges Wesen ist. Wäre Er nur in irgendeiner Hinsicht anders, als Er tatsächlich ist, wäre Er nicht selig; denn Seine Seligkeit beruht darauf, dass er genau das ist, was er ist, und nichts anderes“. (S. 86, 87)…

 

 

…“Von diesem Punkte aus können wir uns ausdehnen so weit, als irgendwelche Umstände auf der Erde oder im Himmel es verlangen mögen, und wir werden finden, dass es das Zeugnis aller inspirierten Menschen oder himmlischen Boten ist, dass alles, was zu Leben und göttlichem Wandel nötig ist, als Ergebnis des Glaubens erlangt wird und auf keine andere Weise. Gelehrsamkeit, Klugheit, Weisheit und jedes andere Mittel verfehlen die Erlösung, nur der Glaube erlangt sie. Dies ist der Grund dafür, dass die Fischer von Galiläa die Welt belehren konnten – sie suchten im Glauben und empfingen durch Glauben“ (S.92)….